Vom Lac Vert zum Lac des Truites
Wir starten unsere Wanderung Südvogesen – Lac Vert, Lac des Truites, Gazon du Faing vom
Parkplatz am idyllischen Lac Vert aus. Umgeben von den Wänden des Gebirgsmassives und Bäumen geht es über eine kleine Brücke direkt in den Wald. Nach kurzer Zeit verlassen wir diesen schon wieder und stellen uns dem ersten kleinen Anstieg. Über einen mit Steinen und Wurzeln gespickten Pfad geht es vorbei an
Ferme-Auberge Gaertlesrain. Leider ist diese geschlossen, war aber auch irgendwie zu früh für eine erste Einkehr. Immerhin haben wir die 1.100 Meter Marke bereits nach wenigen Minuten geschafft. Und entdecken nun stellenweise das, was wir bei der Anreise schon aus der Ferne sehen konnten: Schnee! Und das in der prallen Sonne. Ein Geschenk für Paula, die wie entfesselt durch das Weiß tollt. Schön zu beobachten, wie der Vierbeiner seiner Freude freien Lauf lässt! 🙂
Es geht weiter über Pfade entlang und durch die Wälder. Unser nächstes Ziel ist der Lac des Truites, gut 2,5 km von unserem Startpunkt aus entfernt. Die Pfade sind wunderschön, die Aussichten wirklich herausragend. Das Wetter ist Sonne pur und der Blick reicht fast unbeschränkt in die Welt hinaus. Die Vogesen erstrecken sich vor uns, schemenhaft zeichnet sich das Profil weit entfernter Landschaften ab. Immer wieder halten wir ein, um zu genießen. Zwischendrin bleibt immer wieder Zeit für kurze Gespräche mit einigen der zahlreichen weiteren Wanderer. Bei diesem Wetter sind viele Menschen unterwegs und die Stimmung ist prächtig. So bleibt der Weg entspannt, führt zum Ende durch einen abschüssigen, wunderschönen Waldwurzelpfad hinab zum Etappenziel
Lac des Truites. Imposant umgeben von den Felswänden am Rande des
Gazon du Faing und gebadet in Sonnenlicht ist es ein Wahnsinns Anblick. Zeit für eine kleine Pause!
Hinauf auf den Gazon du Faing über das Soultzeren Eck zum Taubenklangfelsen
Wir brechen wieder auf und der Blick schweift über die Flanke, welche gleich unseren Aufstieg bereithält. Es sind rund 230 Höhenmeter auf etwas mehr als 1,7 km zu überwinden, bis wir den so ziemlich höchsten Punkt am
Soultzeren Eck erreichen. Das Wetter meint es gut mit uns und brennt nicht mit voller Kraft. Der Pfad windet sich auch ein ganzes Stück, sodass die anstehenden Höhenmeter gut verteilt sind. Der Weg ist auch wirklich schön mit seinen Gesteinsbrocken, Balken, Wurzelwerk und feinen Aussichten auf das Tal und den See. Trotzdem sind wir froh, als wir am oberen Ende ankommen und der Weg sich wieder der Horizontale anpasst. Es marschiert sich dann doch leichter.
Der sich in der Weite verlierende Blick über die Heidelandschaft war schon bei meiner Tour im
Sommerurlaub 2017 ein Genuss. Paula findet noch mehr Schnee und somit auch mehr Freude. Wir machen Rast am
Taubenklangfelsen und genießen die beeindruckende Aussicht auf das zurückgelassene Tal und den darin gebetteten Lac des Truites, nicht ohne etwas Stolz, dass wir es von dort unten hier hoch so fein gemacht haben 🙂
Rückweg über Ringbuhl und Lybruck hinab zum Lac Vert
Nach der kurzen Pause am Taubenklangfelsen geht unsere Reise ins Finale über. Durch die Heidelandschaft geht es immer in der Nähe zur Talkante weiter. Wir erreichen den Ringelbuhlkopf in der Hochweide. Es ist herrlich hier oben, Menschen sitzen im Heidegras, rasten, grüßen uns freundlich. Immer wieder halten Leute an und verteilen Streicheleinheiten an Paula. Sie genießt die ganze Aufmerksamkeit und Freundlichkeit sichtlich, der Schalk sitzt ihr permanent im Nacken. Wir erreichen den Wald und passieren über einen abwärts laufenden, verwunschenen Waldpfad Lybruck und erreichen nach die Fahrstraße zurück zum Parkplatz. Nach einem kurzen Marsch sind wir am Ausgangspunkt. Ein letztes Mal fällt unser Blick auf den wunderschönen Lac Vert und die Landschaft, dann ist diese wundervolle Tour zu Ende. Weder zu früh noch zu spät für solch einen schönen Tag und die Kondition aller 🙂
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