Über den Knorreichenstieg an das Ufer des Edersees
Der Rundweg der gut 11,4 km langen Tour beginnt am Wanderparkplatz am
Sportplatz in Basdorf. Der Weg führt bei Sonnenschein am Waldrand entlang fast direkt in diesen hinein. Über einen breiten Pfad kommen wir voran. Auf den Feldern blüht es in vielen Farben, die Stimmung ist prächtig.
Bereits nach wenigen Minuten treffen wir auf das Schild am Eingang zum Knorreichenstieg. Und sofort macht er seinem Namen allen Ehren. Wunderschöne, mit Wurzeln durchsetzte Waldpfade führen stets voran und seicht hinauf. Immer wieder bricht die Sonne durch die Bäume. Stetig werden uns herrliche Ausblicke auf den Edersee geboten, umgeben von dichtem Wald glitzert sein Wasser in den Sonnenstrahlen. Es duftet nach Frühsommer, die Vögel zwitschern in allen Tonlagen ihre Melodien. Ein Ort zum genießen und innehalten.
Nach etwas mehr als einer Stunde und gut 3,8 km Wanderung erreichen wir das Ufer des Edersees. Eine Raststelle bestehen aus Bänken und Tisch lädt zum Vespern ein. Das Angebot nehmen wir gerne wahr. Ich suche mir ein ruhiges Plätzchen am Ufer und erfrische meine Füße im erstaunlich milden Nass. Es ist ein stiller, Kraft spendender Ort. Genau diese Momente machen Wanderungen zu Erlebnissen mit bleibenden Eindrücken!
Entlang des Ufers am Edersee und Aselbach zur Aselbucht
Nach unserer stärkenden Pause machen wir uns weiter auf den Weg. Wir haben die Möglichkeit im Wald weiter parallel zum Ufer zu gehen, entscheiden uns aber dann für den Pfad direkt am Wasser. Der Edersee zeigt sich hier aus vielen Sichtwinkeln. Wir sind beeindruckt vom Abwechslungsreichtum und den vielen Aussichten und Weitblicken über den See. Überall herrscht Leben und Betriebsamkeit auf dem See. Die Menschen nutzen das Gebotene und haben sichtlich Spaß.
Zu kämpfen macht uns jedoch der Wind, welcher mehr und mehr Fahrt aufnimmt. Wir werden ordentlich von allen Seiten durchgeblasen. Trotz Sonne fühlt es sich nun wirklich kühl an. Und so sind wir dann doch froh, als wir in die Bucht des Aselbach einlaufen und etwas dem Wind entkommen. Wir kommen auf einen Weg am Waldrand entlang und werden von einem wunderschönen, grün bedeckten Teich und herrlich entspannten Kühen begrüßt. Hier nutzen wir die gegebene Rastmöglichkeit auf einer Bank und genießen die Eindrücke und Natur um uns herum.
Via Urwaldsteig und Kellerwaldsteig zurück nach Basdorf
Endspurt. Wir betreten den Urwaldsteig und es der Weg weist uns zu einem Highlight der Tour. Der
Basdorfer Hutewald. Hutewälder sind quasi Weiden im Wald für Schweine. Hier können sich „selten gewordene Hausschweinrassen in einen ca. 7 ha großen Eichenbestand Speck anfressen“ (Quelle:
Webseite des Naturpark Kellerwald-Edersee). Das eingezäunte Gebiet ist von einem verwunschenen Pfad umgeben. Dieser führt uns am weitläufigen Gehege entlang. Leider entdecken wir keine Schweinchen. Schade, hätte mich gefreut die glücklichen Kleinen zu sehen. 🙂
Eine kleine Schlucht begleitet unseren Weg auf der anderen Seite. Am Ende dieser geht es noch mal kurz bergauf und raus aus dem Wald.
Eine in strahlender Sonne getauchte Landschaft mit Weitblick über Wiesen und Felder begrüßt uns. Die Dächer der Dörfer im Umkreis glitzern in den Strahlen, die Spitzen der Bäume in den umliegenden Wäldern leuchten, der Himmel zeigt sich in märchenhaften Blau, nur wenige entzückende Wolken ziehen auf ihren Bahnen. Es ist wieder mal Kaiserwetter. Mehr können wir uns nicht wünschen. So sind die letzten Meter zurück zum Wanderparkplatz reine Formsache, begleitet von unserem Lächeln.
Zum Abschluss machen wir noch einen Abstecher zur
Edersee Staumauer. Ein perfekter Abschluss nach einer sehr schönen Tour 🙂
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