Als wir also später erneut in der Talstation ankommen, ist der Lift aufgrund von sehr starkem Wind geschlossen. Aus mir unverständlichen Gründen ernte ich böse Blicke und bissige Kommentare. Ich nehme nur Phrasen wahr wie "Verdammte Schuhe...", "Vorhin wären wir bestimmt noch hoch gekommen...", übe mich aber im Ignorieren und Stillschweigen. Klappt ganz gut, irgendwann entscheiden wir uns dann zum Imberg auszuweichen. Ich hätte ja noch verharrt, aber auf mich hört ja niemand...
Am Imberg angekommen nehmen wir den Lift zur Bergstation und suchen uns eine Tour aus. Da wir auf dem Rückweg in Richtung Heimat sind, möchten wir nur eine kleine Roundtour absolvieren, um nicht all zu spät auf dem Weg zurück nach Hessen zu sein. Unsere Wahl fällt auf den mittleren Alperlebnispfad. Der Regen ist diesmal moderat, die Temperaturen aber irgendwie kühler als am Vortag. Vielleicht wird uns ja vom Laufen wärmer 🤗
Wir begeben uns also in Richtung Alperlebnispfad und betreten diesen nach wenigen Minuten im Anschluß an ein kleines Stück am Waldrand entlang und durch den Wald durch. Auf dem Erlebnispfad erwarten uns immer wieder Tafeln mit fragen zum Alpleben, der Natur, Tieren etc. Infotafeln gibt es auch immer wieder. Gerade für Kinder eine feine Sache, haben sie hier doch immer wieder die notwendige Abwechslung vom reinen Maschieren und nehmen gleich noch brauchbare Informationen mit. Die Betreiber haben sich hier viel Mühe gegeben und einiges an Zeit und Liebe investiert. Das Ergebnis ist absolut fein und sicher nicht kurzlebig.
Der erste Abschnitt führt uns westlich zur Alpe Häusslersgschwend. Und wo wir nun mal grad da sind... Halbes und was zu essen. Außerdem muss der Kleene verpflegt werden. Weiter geht die Reise über befestigte Pfade bei diesigem Wetter, welches aber ein paar Blicke über die bekannte Allgäu-Natur frei gibt. Nach einiger Zeit erreichen wir die Alpe Glutschwanden und verweilen auch hier für einige Zeit.
Es kommt der letzte Abschnitt, welcher meiner Meinung nach der schönste ist. Er führt zwischen zwei Waldstücken hindurch, an einem Bach entlang zwischen grünen Wiesen und kleinen Anstiegen zurück Richtung Imberg Bergstation. Immer wieder gibt es kleine Ausblicke auf das Tal und die umgebenden Anhöhen mit seinen sattgrünen Wiesen und Wäldern. Trotz des nebligen und regnerischen Wetters ein Genuss der feinsten Sorte.
Nach gut zwei Stunden und rund 5,3 km erreichen wir wieder das Imberghaus und machen es uns abschließend gemütlich. Es gibt nochmal leckeres Essen und Halbe. Und nach getaner Arbeit machen wir uns auf den Rückweg ins Hessenland. Tschüss, Allgäu... Es war wie immer schön bei Dir! Bis zum nächsten Mal! 🙂
Fazit zum Rundweg auf dem Alperlebnispfad am Imberg im Allgäu
Eine kleine Runde ohne weitere Ansprüche, ein paar nette Ausblicke. Wie erwähnt mit Kids eine feine Sache, man lernt etwas dazu und die Familie kann gemeinsam raten. Die Alpen sind eine schöne Abwechslung und stillen so manchen Durst und Hunger zu moderaten Preisen... Als kleine Tour zwischendurch ist es eine gute Wahl. Wer Herausforderung und "echtes Bergfeeling" sucht, wird hier enttäuscht sein. Es ist eine Familien mit Kindern Tour, mit dieser Erwartung und den entsprechenden Ansprüchen wird man sehr zufriedenstellende Erfahrungen machen, wenn man den Alperlebnispfad abschließt 👍
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